Unser Jugendprogramm
Der Einstieg
Die Zeiten wo wir jeden jugendlichen Besucher als potentielles „Flugschüleropfer“ ansahen, sind vorbei. Heute ist es eher so, daß die Jugendgruppenmitglieder Freunde mitbringen oder die Kids auch von selbst einfach mal zu uns herauskommen und fragen ob Sie mal fliegen dürfen. Jugendliche können beim Modellfliegerclub Griesheim kostenlos und ohne sonstige Verpflichtungen in die Modellfliegerei hineinschnuppern. Der Verein hat dafür zwei komplette Traningsmodelle zum betreuten Fliegen im ständigen Einsatz. Wenn die Flieger aufgebaut sind, ist es dann kein Problem sofort seine erste Runde mit einem Modell zu drehen. Ein Jugendgruppenmitglied muß erst dann in den Verein eintreten, wenn es seinen ersten Alleinflug unternimmt, da Modellflieger haftpflichtversichert werden müssen und diese Versicherung im Mitgliedsbeitrag enthalten ist.
Die Jugendarbeit des Vereins
Die Jugendförderung beim MFC-Griesheim begann nach langjähriger Pause im Jahr 1995 da man feststellte, daß die Jugendlichen inzwischen schon alle um die 25 Jahre alt waren. Zwei von Ihnen - Ralph und Jens - nahmen es in die Hand und stellten es sich reichlich einfach vor. Mit ein paar Kids am Wochenende ein paar mal fliegen und dadurch mal ganz nebenbei neue Mitglieder gewinnen, das ist doch kein Problem!
Also wurde (Weil wir alle damit mal das Fliegen gelernt haben) ein Segelmodell gekauft. Es war keine direkte Fehlinvestition, aber die heutige Jugend will Flugzeuge in denen Action steckt! Also wurde aus Vereinsmitteln ein Motortrainer angeschafft. Mit diesem Modell war das Fliegen-Lernen wesentlich einfacher, da mit der Kraft eines 6,5ccm Motors ein Modell aus jeder Fluglage sicher abgefangen und auf Höhe geflogen werden kann.
Nach einiger Zeit stellte Jens fest, daß er nicht der Typ ist der sich stundenlang neben einen Schüler stellt. Es ist ein anstrengender Job mit einem Schüler zu fliegen. Macht man selbst einen Fehler, weiß man in der Regel was man zuletzt gesteuert hat und wie das Modell etwa in der Luft liegt. Beim Lehrer-Schüler fliegen muß man ständig das Modell konzentriert im Auge haben, da der Lehrer nie weiß was sein Schüler gerade steuert und die Schüler anfangs selten das steuern, was sie eigentlich sollen. Das ist wohl auch der Grund, warum unsere „alten Hasen“ bei den Ferienspielen regelmäßig Modelle in den Acker setzen. Wobei das nicht mehr so oft vorkommt wie früher, da die neuen Fernsteuerungen mit einem Kabel verbunden werden können. So hat jeder der Lehrer und der Schüler eine Fernsteuerung in der Hand. Kommt der Schüler in eine für ihn nicht mehr kontrollierbare Situation, übernimmt der Lehrer die Kontrolle über den Flieger. Dies muß natürlich rechtzeitig geschehen - was meistens auch klappt, aber halt nur meistens. Aber die Panik so mancher Schüler nach einem Crash ist unbegründet, denn die Verantwortung für das Modell trägt jederzeit der Lehrer!
Baugruppe
Bevor diese Baugruppe von Markus Marquardt ins Leben gerufen wurde, waren die Jugendleiter entweder bei den Jugendlichen zu Hause unterwegs oder haben ihre eigenen Bastelräume zur Verfügung gestellt. Da die eigenen Räume aber generell eh zu klein sind, wurde beschlossen einen festen Termin zum Bauen zu setzen. Seit einiger Zeit wird jetzt mit der Jugendgruppe jeden Mittwoch Abend unter Anleitung erfahrener Modellbauer in der Vereinseigenen Werkstatt gebastelt.
Es werden entweder Flieger gebaut die sich die Jugendlichen als Baukasten gekauft haben oder Modelle nach Plan gebaut. Zur Zeit nehmen etwa 6 Jugendliche daran Teil und werden von mindestens 2 Erwachsenen betreut. So wird ihnen nicht nur das reine Fliegen beigebracht sondern auch der Aufbau eines Flugzeuges gezeigt und die baulichen Fähigkeiten geschult. Dabei ist insbesondere auch wichtig das sie den Umgang mit allen Materialien und Werkzeugen lernen und auch einen besseren Sinn dafür entwickeln, das sie den Flieger selber gebaut haben und sie dann auch wissen wie viel Arbeit darin steckt!
Die Helfer
Jens ist da mehr der Bastler! Wenn man für die Sommerspiele jemanden sucht der mit den Jugendlichen Wurfgleiter baut, dann kann man fest auf Ihn zählen. Außerdem hat so mancher Jugendlicher sein erstes Modell ihm zu verdanken, welches er aus einem Stapel Balsaholz zusammengebaut hat und dann zum Selbstkostenpreis abgibt.
Ohne die tatkräftige Unterstützung durch die anderen Clubkameraden ist die Betreuung von zur Zeit etwa 10 Kids nicht möglich. Auch wenn die meisten unserer Jugendgruppenmitglieder inzwischen schon weitgehend selbständig fliegen, ist immer mal wieder Hilfe gefragt. Da müssen auch mal unsere „alten Hasen“ seelischen und moralischen Beistand beim Fliegen leisten oder bei Reparaturen helfen.
Jedermannsfliegen
Die eigentliche Jugendarbeit hat sich inzwischen auch auf die "großen Kinder" erweitert (mal ganz ehrlich, bei diesem Hobby wird man nie ganz Erwachsen!!) und es ist eigentlich fast zu einem Jedermannsfliegen geworden. Im Unterschied zu den Jugendlichen werden mit den Erwachsenen auch unter der Woche Flugtermine vereinbart, so dass die Trainingsstunden auch an Abenden abgehalten werden können an denen kein anderes Modell in der Luft ist und man ganz in Ruhe trainieren kann. So hat auch Markus seine ersten Erfahrungen mit Modellflugzeugen gesammelt. Schon nach einem Jahr aktiver Fliegerei unterstützt er den Jugendleiter bei seiner Arbeit und steuert das zweite Lehrer-Schüler-Gespann des Vereins.
Sommerspiele
Einmal im Jahr geben wir es uns so richtig dreckig: Sommerspiele! Einen Tag lang bis zu 30 Kinder und Jugendliche beschäftigen und Ihnen die Grundlagen der Modellfliegerei etwas näher bringen. Da braucht man gute Nerven und reichlich Material. Es sind im Schnitt 5 Modelle im Dauereinsatz (anfangs zumindest). Damit den Jugendlichen die im Moment nicht fliegen können die Zeit nicht zu lang wird, basteln wir mit einem Teil der Kids Wurfgleiter. Diese Modelle sind meistens sehr schnell zusammengebaut, was aber nicht heißt, dass die Wurfgleiter die meiste Zeit geflogen werden. Nein - die meiste Zeit wird zum Reparieren benötigt. Es kommt ja nicht darauf an, ein Modell mit nach Hause zu nehmen, sondern die Jugendlichen sollen Ihren Spaß haben.
Für die Betreuer fängt der eigentliche Spaß erst nach den Sommerspielen an. Fix und fertig, aber doch froh das sie diesen Tag mit den Kindern verbringen konnten, beim gemütlichen Beisammensein am Abend.
Das sollten Sie vor dem Kauf eines Modells beachten:
Jugendliche die jetzt Lust verspüren sich das Hobby Modellfliegen näher anzuschauen, können gerne bei den Jugendleitern anrufen und einen Termin zum Probefliegen vereinbaren. Die Jugendleiter stehen auch mit Rat und Tat zur Seite wenn es darum geht das erste eigene Modell zu kaufen. Aber bitte vor dem Kauf mit uns Kontakt aufnehmen, wir wissen welche Modelle für den Anfang geeignet sind und wo es eventuell Sonderangebote gibt. Es werden Anfängermodelle verkauft die durchaus von Anfängern geflogen werden können, aber deren Bauaufwand von Jugendlichen nicht zu bewältigen ist. Daher werden meist einfach und schnell zu bauende Flieger von uns bevorzugt. Das Bauen erlernt man mit der Zeit. Es gibt inzwischen sogenannte ARF (Allmost Ready to Fly) Modelle, die bis zu 90% vorgefertigt sind und die restlichen Arbeiten nehmen dann nicht mehr als 1-2Tage in Anspruch. Dazu gehören auch die von uns verwendeten Trainermodelle, die wir im täglichem Einsatz haben.